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TUM TriDay – TriKids trainieren wo andere studieren

Trotz hochsommerlicher Temperaturen fand am vergangenen Sonntag erneut der TUM TriDay auf dem TUM Campus im Olympiapark statt. Mit dabei waren auch sechs TriKids von Trisport Erding, die sich gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus ganz Bayern den abwechslungsreichen Herausforderungen des Tages stellten.

Die TriDays des Bayerischen Triathlon-Verbands (BTV) sind bayernweite Trainingstage, bei denen sich Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Vereinen regelmäßig zum gemeinsamen Training treffen. Wie bereits im vergangenen Jahr war der TUM Campus im Olympiapark der Technischen Universität München Austragungsort der Veranstaltung. Organisiert und durchgeführt wurde der TriDay in Kooperation zwischen der Technischen Universität München, Trisport Erding e.V. und dem Bayerischen Triathlon-Verband.

Im Mittelpunkt des diesjährigen TriDays stand erneut die sogenannte vierte Disziplin des Triathlons: der Wechsel zwischen Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Warum ist der Wechsel gerade bei Kindern und Jugendlichen so wichtig?

Je kürzer die Wettkampfstrecken sind, desto größer ist der Einfluss eines schnellen und sauberen Wechsels auf das Gesamtergebnis. Bereits kleine Fehler oder Verzögerungen können wertvolle Sekunden kosten, die sich später oft nur mit großem Kraftaufwand – wenn überhaupt – wieder aufholen lassen. Besonders im Schüler- und Jugendbereich, aber auch bei Supersprint-Wettkämpfen im Erwachsenenbereich, macht die Wechselzeit nicht selten 15 Prozent oder mehr der gesamten Wettkampfzeit aus.

Deshalb gehört zum Triathlontraining nicht nur die Verbesserung der Ausdauerleistungen, sondern auch das gezielte Üben der Wechselabläufe. Dabei spielen koordinative Fähigkeiten eine entscheidende Rolle, denn die Bewegungsabläufe müssen auch unter Zeitdruck und körperlicher Belastung sicher, flüssig und fehlerfrei ausgeführt werden.

Neues Testsystem für den Wechsel

Ein Team von Studierenden der Sportwissenschaften entwickelte unter der Leitung von Trisport-Trainer Martin Schönfelder gemeinsam mit dem Bayerischen Triathlon-Verband ein neues Testsystem zur Analyse der Wechselkompetenz. Im Mittelpunkt standen dabei die Handlungsabläufe während des Wechsels, die mit einem simulierten Schwimmen sowie kurzen Rad- und Laufstrecken kombiniert wurden.

Ergänzend führten die Studierenden in den Diagnoselaboren der Technischen Universität München weitere sportmotorische Untersuchungen durch, darunter auch den Deutschen Motorik-Test. Die gewonnenen Daten sollen künftig dabei helfen, Trainingsinhalte noch gezielter auf die Anforderungen junger Triathletinnen und Triathleten abzustimmen.

Spannender Abschluss mit Cross-Duathlon

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Den Abschluss bildete ein abwechslungsreicher Cross-Duathlon über den Campus. Neben den Lauf- und Radstrecken mussten die Kinder zahlreiche Hindernisse wie Treppen, Erdwellen, Böschungen und Paletten überwinden.

Gerade diese abwechslungsreichen Elemente sorgen nicht nur für zusätzliche Motivation, sondern fördern zugleich die Radbeherrschung und das sichere Bewegen auf unterschiedlichen Untergründen. Diese Fähigkeiten sind sowohl im Wettkampf als auch im alltäglichen Straßenverkehr von großer Bedeutung.

Fazit

Insgesamt war der TUM TriDay 2026 erneut eine rundum gelungene Veranstaltung. Trotz der hohen Temperaturen zeigten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer großen Einsatz und viel Begeisterung. Nun sind alle gespannt auf die Auswertung der erhobenen Messdaten – und natürlich auf die nächste Ausgabe des TUM TriDay im kommenden Jahr.

Text/Bild: Schönfelder