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“High Noon am Gardasee” oder „Never loose your grip”

Der Gardasee ist wohl das Sportler-Mekka in Nord-Italien. Und genau hier, genauer gesagt in Toscolano, treffen sich einmal im Jahr die Triathleten zu einem Stelldichein der besonderen Art. Toscolano/Maderno ist eine Gemeinde in der Provinz Brescia am westlichen Ufer des Gardasees. Die kleine Hafenstadt gehört zum Regionalpark Alto Garda Bresciano und befindet sich am Fuße der Berge Pizzocolo und Monte Castello di Gaino, die einen atemberaubenden Blick auf den italienischen See und seine wunderschöne Umgebung geben. Und genau hier findet der traditionsreiche Xterra del Garda statt, eine naturnahe Triathlon-Veranstaltung aus Schwimmen im Gardasee, anspruchsvollem Mountainbiken und einem abschließendem Crosslauf.

Malerische Hafenstadt Toscolana Mederno im Sonnenuntergang am Westufer des Gardasee
Malerische Hafenstadt Toscolano Mederno im Sonnenuntergang am Westufer des Gardasee

Mit unter den Startern in diesem Jahr war auch unser TriKids MTB-Trainer Martin, der sich in diesem Jahr zum ersten Mal der Disziplin Crosstriathlon gestellt hat. Unsere Trisport-Redakteurin Caro hat bei Martin genauer nachgefragt.

Wie kommt man auf die Idee an einem Crosstriathlon teilzunehmen?

„Nachdem mir schon immer Wettkämpfe in der Natur mehr Spaß bereitet haben als in der Stadt, lag es für mich Nahe mich auch hier mal zu versuchen, gleichwohl ich nicht vom Mountainbiken komme und wir hier in Erding nicht so viele Trainingsmöglichkeiten haben. Hierbei hat mir aber das MTB-Training mit den TriKids sehr geholfen, so konnte ich Woche für Woche auch über die Wintermonate auch an meiner eigenen Radtechnik arbeiten.“

Was war an den Distanzen bzw. am Wettkampf das Besondere?

„Geschwommen wurde natürlich im Gardasee, 2mal 750m im recht welligem und 16°C-kühlen Wasser. Nach den ersten 750 Metern mussten wir über eine Rampe zu einem kurzen Landgang durch die Zuschauer, um nach 100 Metern über einen Anlegesteg wieder ins Wasser zu springen. Das war etwas heikel, weil nicht alle einen Hechtsprung machten und sich stattdessen einfach „plumpsen“ ließen.

Herzstück des Wettkampfes war natürlich das Mountainbiken. Hier gab es im Vorfeld etwas Konfusionen da die Streckenpläne und die GPX-Tracks auf der Webseite und der Athelteninformation nicht immer ganz eindeutig bzw. einheitlich waren. Letztlich waren es aber 2mal 16,4 km in der Summe mit 1190 Höhenmetern. Was aber sicher war, dass es anstrengend wurde, zum einen, weil der Start – nicht wie üblich – morgens war, sondern kurz nach „High Noon“ um 12:30 Uhr; und zum anderen, weil viele der Anstiege in der prallen Sonne lagen. Hitze ist nicht gerade mein Metier! Aber nicht nur die Anstiege hatten es in sich, sondern auch die Bergab-Passagen, die in vielen Bereichen eher einem Downhill-Rennen glichen und auch zu Fuß nicht immer einfach gewesen wären. Deshalb war immer das oberste Gebot „Never loose your grip“.

Alles in allem waren die 11 Kilometer Laufen zum Abschluss eigentlich nur noch die Kür, gleichwohl auch hier nochmals 320 Höhenmeter absolviert werden mussten, die größtenteils über Stufen und Schotterwege wieder bergab führten. Spätestens hier wusste ich, dass ein ordentlicher Muskelkater am nächsten Tag auf mich warten würde. Trotz der Strapazen konnte man hier und da auch die Natur genießen.“

Warst Du mit Deinem ersten Xterra-Triathlon zufrieden?

„Kurz gesagt JA! – Mein oberstes Gebot war immer gesund und ohne Sturz in Toscolano durch´s Ziel zu laufen. Und das habe ich auch nach 4:39 Stunden erreicht. Zeiten habe ich mir nicht groß vorgenommen, denn ich wollte den Wettkampf genießen. Ich wollte eigentlich nur grob unter 5 Stunden bleiben und das hat auch geklappt. Wichtig am Tagesende ist immer, dass man sich realistische Ziele setzt.“

Was gibt es sonst noch zu berichten und wie geht es weiter?

„Ja bei einem Xterra muss man immer mit Überraschungen der Veranstalter rechnen, insbesondere als Rookie. So gab es an mehreren Stellen künstliche Rampen oder Hindernisse zu überwinden oder Autoreifen im Slalom zu umfahren. Aber genau das macht auch den Reiz dieser Veranstaltung aus, dass nicht immer alles kalkulierbar ist und nicht nur die reine Kondition zum Erfolg führt.

Wie auch bei vielen anderen Wettkämpfen wird auch beim Xterra eine Materialschlacht geschlagen. Ich kam mir mit meinem klassischen Hardtail-Bike aus Alu recht einsam unter den Carbon-Boliden mit Front- und Heckfederung vor. Aber es geht auch ohne.

Ja wie geht es weiter? – Jetzt werde ich mich erstmal der Erholung und meinem „traurigen“ Rennrad widmen. Letzteres wurde seit letztem September nicht mehr bewegt. Alles Weitere sehen wir dann.“

Glücklicher Finisher Martin
Transition Area im Schatten des Pizzocolo
Steiles Gelände im Downhill
Vorbei an Zeugen der ehemaligen Papierindustrie in Toscolano
Idyllische Laufstrecke
Und wo es keine Hindernisse gab, da bauten die Italiener welche.

Abschließend ist zu sagen, dass dieser Wettkampf für jede/n der/die Natur und Herausforderung liebt, ein lohnenswerter Event ist; und das zeigen auch die folgenden Renn-Impressionen.

Auf dem Weg zur zweiten Schwimmrunde
Auf dem Weg zur zweiten Schwimmrunde
Im Slalom durch Autoreifen
Im Slalom durch Autoreifen
Wellenreiten ohne Wasser
Wellenreiten ohne Wasser
Volle Konzentration auf der "Abschussrampe"
Volle Konzentration auf der „Abschussrampe“
Man darf auch mal gehen
Man darf auch mal gehen
Unfallfrei im Ziel
Unfallfrei im Ziel