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XTERRA Austria – Triathlon am Mittelpunkt Österreichs

Den geografischen Mittelpunkt eines Landes kann man auf unterschiedliche Weise bestimmen. Im Fall von Österreich wurde dieser bereits 1949 im Salzkammergut festgelegt – genauer gesagt in Bad Aussee. Doch ganz gleich, ob man ihn geometrisch oder mechanisch berechnet: Der Mittelpunkt liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Bergen. Für einen Triathlon bedeutet das vor allem eines – viele Höhenmeter.

Nach 15 Jahren Pause fand am vergangenen Wochenende erstmals wieder der XTERRA Austria in Bad Aussee statt – genau am geografischen Zentrum des Landes. Während Triathleten normalerweise zu den Frühaufstehern unter den Ausdauersportlern gehören, startet ein XTERRA-Rennen oft erst zur Mittagszeit. So fiel auch am Altausseer See um Punkt 14 Uhr der Startschuss für die 250 Athletinnen und Athleten. Das Wasser war kristallklar, aber mit 17 °C auch erfrischend kühl. Die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke wurde wie bei XTERRA üblich in zwei Runden absolviert.

Sonnenuntergang über dem Altaussee

Mit am Start: unser Radtrainer Martin, der seit einigen Jahren Gefallen an den XTERRA-Wettkämpfen gefunden hat. Die XTERRA-Serie ist vergleichbar mit der weltweit bekannten Ironman- oder Challenge-Serie – allerdings im Gelände und damit deutlich anspruchsvoller, was Technik und Naturerlebnis betrifft.

Nach dem kühlen Auftakt ging es bei hochsommerlichen Temperaturen auf die Mountainbike-Strecke: zwei fordernde Runden mit jeweils 17 Kilometern Länge und je 550 Höhenmetern, quer durch die steirischen Berge. Hier sind nicht nur Ausdauer und Kraft gefragt, sondern auch fahrtechnisches Können. Denn auf die knackigen Anstiege folgen rasante Abfahrten über schmale Trails, Wurzelpassagen und lose Steine – ein echter Härtetest für Mensch und Material. Martin meisterte diesen Abschnitt sturzfrei und erreichte nach rund drei Stunden – inklusive Schwimmen und Radfahren – die zweite Wechselzone.

Die Wechselzone kurz vor dem Start.

Doch das Ziel war damit noch nicht erreicht, denn dieses lag 11 Kilometer entfernt in Bad Aussee. Und wie es sich für einen XTERRA-Triathlon gehört, war auch der Lauf alles andere als flach. Auf dem Weg über den Tressenstein-Sattel waren weitere 350 Höhenmeter zu bewältigen – über schmale Bergpfade, unzählige Stufen und wurzelreiche Waldwege.

Der Tressenstein-Sattel mit seinen unzähligen Stufen und Wurzelwegen

Nach 4 Stunden und 15 Minuten überquerte Martin schließlich die Ziellinie im Kurpark von Bad Aussee – erschöpft, aber glücklich.

Fazit: Wer einen Triathlon sucht, der Naturerlebnis, sportliche Herausforderung und alpines Terrain vereint, wird bei der XTERRA-Serie fündig – ob in Österreich, Tschechien (Prachatice), Italien (Molveno) oder anderswo auf der Welt.

Die Finishline im Kurpark Bad Aussee, der Mittelpunkt Österreichs.