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Saisonabschluss in Königsbrunn: Wettschwimmen mit Fischen und mentale Hürden beim 1. Triathlon.de Cup

Mitte September neigt sich die Triathlon-Saison unweigerlich dem Ende entgegen. Für unsere Trisportler Sebastian Strobl und Andreas Sirtl stand als großes Finale die Mitteldistanz beim 1. Triathlon.de Cup in Königsbrunn bei Augsburg auf dem Programm. Eine Mitteldistanz so spät im Jahr bringt immer ein paar Besonderheiten mit sich. Wie es den beiden ergangen ist, lest ihr in ihrem Rennbericht:

„Das letzte Rennen der Saison – da mischt sich Vorfreude immer auch mit ein bisschen Wehmut. Und im Vorfeld ehrlicherweise auch mit ein paar Sorgenfalten. Schon Wochen vor dem Start kreisten unsere Gedanken immer wieder um den Ilsesee: Wird das Wasser Mitte September nicht doch schon empfindlich kühl zum Schwimmen sein? Mit bangem Blick auf die Wettervorhersage rechneten wir mit einer ziemlichen Zitterpartie. Aber die Sorge war glücklicherweise völlig unbegründet! Am Wettkampfmorgen wurde vom Einsatzleiter der Kampfrichter eine offizielle Wassertemperatur von 19,7 Grad gemessen. Absolut neotauglich und wirklich angenehm.

Wettschwimmen mit den Fischen
Apropos Wasser: Der Ilsesee war eine echte Offenbarung. Das Wasser war unheimlich klar, wir hatten beim Schwimmen eine perfekte Sicht bis auf den Grund. Die Wasserqualität war schlichtweg überragend – ehrlicherweise gar nicht zu vergleichen mit unserem heimischen Kronthaler Weiher, der durch die vielen Wasservögel qualitativ doch oft das Nachsehen hat. In Königsbrunn war die erste Disziplin stattdessen ein buchstäbliches Wettschwimmen mit den Fischen im See. Ein Traumstart in den Tag!

Auch das ganze Drumherum am Morgen war absolut entspannt. Wir hatten uns für eine Übernachtung in einem Hotel direkt in Königsbrunn entschieden. Die Anreise war entsprechend kurz. Das absolute Highlight für uns Mitteldistanzler: Wir durften direkt am See parken. Kurze Wege, kein Stress beim Einchecken – perfekt. Besser kann ein Race-Day-Morgen eigentlich nicht laufen.

Auf dem Rad: Licht, Schatten und der Wind
Nach dem Wechsel ging es auf die Radstrecke. Vier Runden standen auf dem Programm. Das Profil: absolut flach und eigentlich prädestiniert für richtig schnelle Geschwindigkeiten. Doch ganz so leicht wurde es uns nicht gemacht, denn es gab ordentlich Wind. Es war ein ständiger Wechsel aus Licht und Schatten. Auf den Rückenwind-Passagen flogen wir förmlich über den Asphalt, aber der Gegenwind zog einem direkt im Anschluss wieder den Stecker. So pendelte die Tachonadel immer wieder rasant – statt der erhofften, flüssigen 40 km/h waren es phasenweise dann eben doch nur zähe 32 km/h, die man sich hart erarbeiten musste.

Die mentale Hürde beim Laufen
Nach dem zweiten Wechsel ging es in die Laufschuhe. Die Laufstrecke führte in 2,5 Kilometer kurzen Runden um den Ilsesee und den benachbarten Lautersee. Für die Mitteldistanz bedeutete das: Acht Runden!
Die erste Runde lief noch super locker, man saugt die Stimmung auf und sie macht richtig neugierig auf mehr. Aber schon auf der zweiten Runde fängt der Kopf unweigerlich das Arbeiten an: Man realisiert, dass man noch nicht einmal ein Viertel der Laufdistanz geschafft hat. Ein echtes Mentaltraining.

Was uns aber absolut durch diese Phasen getragen hat, war die Begeisterung des Publikums. Die Zuschauer haben uns fantastisch angetrieben. Vor allem die kreativen Motivationsschilder und Zurufe an der Strecke haben uns immer wieder ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Ob ein gezeichneter Mario Kart Pilz mit der Aufforderung „Tap here for Power up“, herrliche Sprüche wie „Ist hier eine Baustelle, ich sehe hier nur Maschinen“, ein herzhaftes „Bist Du deppert!“ oder das geniale englische Wortspiel „Yes, TouCAN!“ – die Motivation von außen war grandios.

Die Laufstrecke selbst war angenehm abwechslungsreich: halb im Schatten, halb in der Sonne, überwiegend auf gut zu laufenden geschotterten Wegen und sogar mit einem kurzen, kleinen Single-Trail gespickt. Auch die Verpflegungsstellen waren top, es gab in jeder Runde ausreichend Wasser, Iso und Gel, um die Speicher wieder aufzufüllen.

Zieleinlauf mit gemischten Gefühlen
Nach acht intensiven Runden war es dann endlich geschafft: Abbiegen auf den Zielteppich! Für Andreas hätte es nicht besser laufen können – beim Überqueren der Ziellinie stand bei ihm am Ende eine fantastische Sub5 auf der Uhr! Sebastian hatte auf der Laufstrecke leider etwas mehr zu kämpfen. Er musste nach den ersten Runden schmerzbedingt das Tempo herausnehmen, da er über Muskelkrämpfe klagte. Er hat aber auf die Zähne gebissen und das Rennen dennoch sicher ins Ziel gebracht.

Unser Fazit
Der 1. Triathlon.de Cup in Königsbrunn ist definitiv ein Rennen, auf das man sich auf jeden Fall einlassen kann. Die Veranstaltung ist von Grund auf gut organisiert und besticht durch die unzähligen Helfer, die bestens für das Wohl von uns Triathlet*innen gesorgt haben. Einzig der späte Zeitpunkt Mitte September könnte wettertechnisch natürlich immer mal wieder für Herausforderungen sorgen. Aber wie heißt es so schön: „Triathlon ist eine Outdoor-Sportart.“ Wir kommen gerne wieder!“