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Sellaronda Bike Day – Kerstins Erlebnisbericht beim Trisport Kaltern

Eigentlich hätte es auch ein ganz ruhiges Wochenende werden können – bis mich Johanna vom Trisport Kaltern angeschrieben hat. Sie fragte, ob ich nicht Lust hätte, am Samstag gemeinsam mit ihrem Verein den autofreien Sellaronda Bike Day für eine „kleine“ Runde zu nutzen. Bei so einem Angebot musste ich natürlich nicht lange überlegen!

Da ich bei lieben Freunden in Tramin übernachten konnte und mich Daniele in Kaltern samt Rad in seinen Bus packte, um gemeinsam nach Wolkenstein zu fahren, waren die Voraussetzungen für einen perfekten Radtag ohnehin schon geschaffen.

Bei strahlend blauem Himmel machten wir uns von Wolkenstein aus auf den Weg. Zunächst ging es hinauf zum Sellajoch und anschließend weiter zum Pordoijoch. Unten im Tal war es morgens noch überraschend kühl, sodass ich froh über meine Windstopper-Weste, Ärmlinge und dünnen Handschuhe war. Auch die Windstopper-Jacke durfte mit – denn in den Bergen weiß man schließlich nie so genau, was einen erwartet.

Die Passstraßen ohne Autos und Motorräder zu erleben, war einfach traumhaft. Nur an die zahlreichen E-Bikes musste man sich als Rennradfahrerin ein wenig gewöhnen – insbesondere, wenn manche Kurven genommen wurden, als säße man am Steuer eines Lastwagens. Der großartigen Stimmung und dem einmaligen Erlebnis tat das aber keinen Abbruch.

Nach Sella- und Pordoijoch wartete mit dem Campolongopass der nächste Anstieg auf uns. Mit rund 280 Höhenmetern war dieser vergleichsweise schnell überwunden. Anschließend gönnten wir uns in Corvara eine wohlverdiente Pause und etwas Feines zu essen.

Die Stärkung konnten wir gut gebrauchen, denn zum Abschluss warteten noch einmal fast 700 Höhenmeter hinauf zum Grödner Joch. Doch jeder einzelne Tritt wurde mit fantastischen Ausblicken auf die beeindruckende Bergwelt der Dolomiten belohnt. Bei diesem Panorama vergisst man zumindest zeitweise, dass die Beine langsam schwerer werden.

Am Ende standen rund 65 Kilometer und gut 2.000 Höhenmeter auf dem Tacho – vor allem aber ein wunderschöner gemeinsamer Tag auf dem Rad.

Ein ganz herzliches Dankeschön an den Trisport Kaltern für diesen tollen Tag und eure unglaubliche Gastfreundschaft! Es war nicht mein erster gemeinsamer Ausflug mit euch, und ich freue mich jedes Mal aufs Neue darüber, wie schön der Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen unseren Vereinen gelebt werden.

Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp für alle, die Lust haben, ihre Triathlonsaison mit einem wunderschönen Wettkampf in Südtirol zu beginnen: Der Kalterer See Triathlon ist auf jeden Fall einen Blick wert!

Text und Bild (Kerstin Reinecke, Trisport Erding), Kerstin im Bild zweite von links.